Die größten Mythen über Influencer Marketing

Influencer Marketing ist populär. Ebenso populär sind Vorurteile und Missverständnisse gegenüber Influencer Marketing. Dieser kleine Spickzettel hilft dir dabei, deinen Kollegen immer einen Schritt voraus zu sein und beim nächsten Smalltalk mit Wissen zu trumpfen. Hallo, ich bin Philip von BuzzBird und ich räume in diesem Artikel mit den Mythen über Influencer Marketing auf.

 

1. "Es ist effektiver, Kunden durch traditionelles Marketing zu akquirieren.“

Diese Aussage ist so weder korrekt noch hilfreich. Traditionelles digital Advertising gehört ohne Frage zu einer balancierten Online-Marketingstrategie, doch bleibt es fragwürdig, wie in diese Aussage die Effektivität -ferner die Effizienz- seinen Weg fand. Die Kosten für die Kundenakquise auf Facebook sind auf das Dreifache angeschwollen. Anderen Plattformen schnürt es die Kehle zu, bei dem Gedanken, dass einige Marketers einen Anstieg von ca. 450% pro CPO dokumentiert haben.

Die Gründe für diese apokalyptische Szene sind unterschiedlich. Doch lassen sich zwei Faktoren als die primus inter pares identifizieren.

Der AdBlocker als wesentlichster Peiniger wurde bereits ausreichend thematisiert und darf deshalb ausnahmsweise mit diesem Satz aus dem Fokus verschwinden. Weniger technisch und quantifizierbar, doch ebenso wichtig erscheint der Habitus der User. Veränderungen durch den erprobteren Umgang mit Medien tradieren einen permanent stattfindenden Darwinismus innerhalb der Medienlandschaft. Kaum vorstellbar erscheint die Tatsache, dass auch mal das Radio die Exklusivität aller Sinn besaß. Auflösungstendenzen dieser Wahrnehmung zeigen sich in allen Medien. Das Radio wird zum Nebenbei-Medium, TV verkam zunächst zum Berieseln-lassen-bei-Essen,Bügel, Kochen etc. und findet im Multiscreening aktuell seine letzte Bedeutung innerhalb des Medienkonsums. Dies weist auf Veränderungsdynamiken hin, die im Erleben und Verhalten der Online-Nutzung verstanden und antizipiert werden müssen. Die Erfahrungen über die Positionierungen von Werbung fördert den Umstand, dass der Rezipient mehr und mehr mühelos aufregende Frontpage-Takeover sekundenschnell schließen kann und nicht da nach Content suchen muss, wo sich üblicherweise ein Banner befindet. Der gezielte Blick bzw. Klick lässt der Werbebotschaft kaum Raum zur Entfaltung. So wird die angepriesene Lean Forward Verfassung der Audience zum Syndrom der verschwindenden Aufnahmebereitschaft von Werbeinhalten. Die Erhebungen zum Mediennutzungsgratifikationsspektrum der ARD unterstreicht diese Defizitlage des Internets. Wenngleich vier der fünf Motive beim Internet ihren Höchstwert erzielen, bleibt doch der gute alte Fernseher das optimale Gerät für das anständige Entspannen.

Doch insbesondere das junge bzw. avantgardistische Publikum verstand auch dies zu umgehen. YouTube-Abonnement zu ganz unterschiedlichen Rubriken entledigen die User von unangenehmen Suchkosten, Orientierungslosigkeit und der Frage nach: Was stelle ich denn nun mit meiner Freizeit an? YouTube-Abonnements entspannen. So einfach ist das. Filmische Konzeption und Protagonisten haben gewechselt, aber die Themen bleiben gleich. Beziehungsprobleme, "What to wear", Rezept und Beauty Tutorials etc. YouTuber kopieren die Inhalte des TVs und verwandeln sie in zeitgemäße Formate, sie sind immer da und fordern kaum Verarbeitungstiefe. In meiner Jugend hätte ich solche Nutzungssituationen als ablachsen, chillen oder gammeln bezeichnet. Heute formuliere ich das besser als meditatives Alltagselement.

2. „Influencer Marketing funktioniert ausschließlich für junge Zielgruppen.“

Oberflächlich betrachtet schon. In den Top 10 der YouTube Charts finden wir wirklich eher Teenie-Stars, die dasselbe Kreischen und Weinen pubertärer Fanatiker erreichen wie es einst nur bei Britney Spears und Justin Timberlake zu beobachten waren.
Wir müssen aber nicht tief unter die Oberfläche graben, um zu erkennen, dass sich die Communities der YouTuber über den Horizont einer Formierung einer cooleren Ersatzfamilie erstrecken. Die Themenfelder sind deutlich breiter und vielseitiger als der Irrglaube, es ginge nur um Pickel abdecken und Knutschen auf dem Schulhof. BuzzBirds interne Analyse unterstreichen dies. Die Audience unserer YouTuber verteilt sich zu über 40% auf die Altersgruppe 25-45, welche naturgemäß nicht aufgrund des fiesen Pickel auf der Nase ihr Abonnement eingehen.

3. „Je größer der Influencer, desto besser.“

Klingt ein bisschen nach too big to fail. Nicht erst seit der Zerstörung des Todessterns sollte sich zumindest etwas Skepsis breitmachen. Wenn ein Batterie-kleiner X-Wings das Universum befreien kann, dann klingt der Versuch über Influencer mit kleineren Follower Zahlen die eigene Marken-Bekanntschaft anzuheben reichlich vernünftig. Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen ist -soweit allgemein bekannt- keine gute Idee, um nicht zu sagen ineffizient. Eine Kampagne mit BibiBeautyPalace für einen neuen Elektrogrill garantiert mit Sicherheit hohe Reichweiten und eine gekonnte Produktinszenierung, doch wird ihre Community wohl nicht die sein, die sich in nächster Zeit ein Grill kaufen möchte.

4. "Influencer Marketing funktioniert nur für große Marken mit massiven Budgets."

Gemessen am ROI und verglichen mit anderen Werbemaßnahmen darf man mit Fug und Recht behaupten: Influencer Marketing ist spottbillig. Es gibt eine unglaubliche Masse an kleinen YouTubern und Instagramern (bis 10K), die für ein kleines Budget eine passable Reichweite und hohes Engagement liefern können. Influencer wirken! Egal, ob groß oder klein. Die Hypothese für die Fokussierung auf die großen und bekannten Influencer kennt für mich nur die Ausrede, dass das Finden kleinerer Influencer, die der Marke entsprechen, stressig und zeitintensiv ist. BuzzBird hat dieses Problem verstanden und Konsequenzen gezogen. Die Focustask, den Markt messbar, vergleichbar, transparent und vor allem automatisiert zu gestalten, wurde gelöst.

5. "Für Influencer Marketing muss ich mit einer Agentur zusammenarbeiten."

Der lebende Beweis gegen dieses Vorurteil ist BuzzBird. BuzzBird ist eine Plattform, die den Prozess des Kennenlernen zwischen Marke und Influencer über die Erstellung der Kampagne bis zur Rechnungsstellung komplett automatisiert hat. Präziser als die beste Online-Dating Plattform schaffen wir Rendezvous, die lange und gezielt in Erinnerung bleiben. Durch das BuzzBird Matching wird es der Marke erleichtert, die passenden Influencer zu identifizieren und somit die stärkste Wirkung für ihre Kampagne zu erzielen.