Wie Influencer Geld verdienen und davon leben können - Gewerbe, Steuer, Rechnungen

Du möchtest als erfolgreicher Influencer Geld verdienen und mit coolen Marken für Product Placements zusammenarbeiten, um von deiner Leidenschaft leben zu können? Damit Du aber mit den richtig großen Unternehmen kooperieren kannst, gibt es neben tollen Inhalten eine andere Hürde, die du unbedingt meistern musst: Abrechnen können. Gewerbeanmeldung, Steuernummer, Rechnungsstellung - alles Themen, mit denen du als Influencer früher oder später konfrontiert werden wirst und über die du Bescheid wissen solltest. Ich bin Jessy von BuzzBird und ich erkläre dir Schritt für Schritt was du beachten musst, um erfolgreich und steuerlich korrekt mit deiner Reichweite Geld verdienen zu können. Wenn du die folgenden Punkte umsetzt, steht einer Karriere als Influencer zumindest auf der bürokratischen Seite nichts mehr im Weg.

1. Ein Unternehmen anmelden

Wenn du als Influencer Geld verdienen möchtest, ist es mit ein paar Postings oder Videos nicht getan. Um Einnahmen durch Videomonetarisierung, Markenkooperationen, Bannerschaltung oder Affiliate-Links korrekt abrechnen zu können, kommst du um eine Gewerbe-Anmeldung nicht herum. Ein Gewerbe ist jede erlaubte, selbständige, nach außen erkennbare Tätigkeit, die planmäßig, für eine gewisse Dauer und zum Zwecke der Gewinnerzielung ausgeübt wird und kein freier Beruf ist (Quelle: GewO)

Finde raus, wo dein nächstes Finanz- oder Gewerbeamt ist und bring deinen Personalausweis und etwas Zeit mit. Für eine Gewerbeanmeldung solltest du volljährig sein. Vor Ort bekommst du dann ein paar Formulare, die du ausfüllen musst - keine Sorge, wenn du nicht alles verstehst, die Sachbearbeiterin wird dir helfen. Wichtig ist vor allem die Beschreibung deiner Tätigkeit. Eine mögliche Beschreibung wäre “Social Media Produktion & Online-Dienstleistungen” - damit schränkst du dich nicht zu sehr ein. Wieviel eine Gewerbeanmeldung kostet, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Meistens liegen die Kosten dafür aber zwischen 30- 40 Euro - ein kleiner Betrag, wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten du mit einem Gewerbe hast. Am Ende bekommst du deinen Gewerbeschein - Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt Unternehmer und kannst steuerlich korrekt als Influencer Geld verdienen!

2. Kleingewerberegelung

Sind deine Verdienste als Influencer noch recht überschaubar, empfehle ich dir, ein Kleingewerbe anzumelden. Die Kleinunternehmerregelung ermöglicht es dir nämlich, auf die Erhebung von einer Umsatzsteuer zu verzichten. So musst du weitaus weniger Formulare und Papiere ausfüllen und hast “mehr” von deinen geringen Verdiensten. Die Kleinunternehmerregelung ist an zwei Bedingungen geknüpft:

Der Umsatz, den du als Influencer machst, darf

  • 1. im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro und
  • 2. im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro

nicht übersteigen. (Quelle: GewO)

Solange du mit deinen Einnahmen nicht über diese Freibeträge kommst, kannst du Kleinunternehmer bleiben. Sollte sich im Laufe deiner Karriere dein Verdienst erhöhen, steigt deine Tätigkeit in ein Gewerbe um, mit dem du dann auch umsatzsteuerpflichtig bist.  

3. Steuerdaten  

Mit deinem Gewerbeschein erhältst du deine Steuernummer und ggf. auch deine Umsatzsteuer-ID. Deine Steuernummer findest du auch auf jedem Einkommensbescheid. Wenn du allerdings noch keinen Einkommensbescheid besitzt und die Nummer sonst auch nirgendwo finden kannst, sollte dir dein Finanzamt bei einem Anruf auch Auskunft darüber geben.

Die Umsatzsteuer-ID ist eine eigenständige Nummer, die Unternehmern mit einem Gewerbe zusätzlich zur Steuernummer zugeteilt wird. Diese Nummer ist besonders für Unternehmer wichtig, die ihre Waren und/oder Dienstleistungen über die europäischen Landesgrenzen hinaus anbieten. Du findest diese Nummer also auch bei den Unterlagen vom Finanzamt.

4. Bankdaten und Rechnung schreiben

Jetzt fragst du dich sicherlich, wofür du diese ganzen Nummern brauchst. Zum einen benötigst du sie natürlich für deine Steuererklärung und deine Einkommenssteuer-Erklärung, denn auch solche langweiligen Dinge sollten erledigt werden, wenn du als Influencer Geld verdienen möchtest. Wie du die machst, lässt du dir aber lieber von einem Steuerberater erklären ;) Zum anderen benötigst du vor allem deine Steuernummer, um Rechnungen für dein Unternehmen schreiben zu können. Immer wenn du eine Kooperation mit einer Marke eingehst, stellst du deine Gage nämlich bei dieser in Rechnung. Dafür musst du neben deiner Steuernummer auch deine Anschrift und die Bankdaten angeben, auf dem Marke dir das Geld überweisen soll. Für den Fall, dass du ein Büro oder ein Studio als “Arbeitsplatz” für deine Tätigkeit angegeben hast, kannst du die Anschrift natürlich auch als Rechnungsadresse angeben.

5. BuzzBird nutzen, um leicht als Influencer Geld verdienen zu können

Puuuh, klingt nach ganz schön viel Arbeit, oder? Aber hier kommen die guten Nachrichten: Damit du dich auf das konzentrieren kannst, was dir am meisten Spaß macht, nämlich kreative Inhalte zu produzieren, übernimmt BuzzBird im Fall einer Markenkooperation die komplette Rechnungsstellung für dich. Alles was du tun musst, um durch Produktplatzierungen Geld zu verdienen, ist dich auf deine Lieblings-Kampagnen zu bewerben (wie du das am besten machst, kannst du HIER lesen). Im Fall einer erfolgreichen Kooperation sorgen wir dann dafür, dass die Marke eine steuerlich korrekte Rechnung bekommt und zahlen deine Gage an dich aus, sobald die Marke überwiesen hat. Alles, was wir von dir dafür benötigen, ist deine Steuernummer (und ggf. deine Umsatzsteuer ID), deine Anschrift und deine aktuellen Bankdaten, die du bei der Registrierung angeben kannst.