Vom AdBlocker zum BadBlocker

84% der deutschen Internetnutzer empfinden ein Risiko beim Klicken unerwünschter Bannerwerbung. (Quelle: GreenAdz) Mit stark steigender Tendenz nutzen Deutsche AdBlocker. Während 2015 die Zahl noch knapp bei 30 % lag, werden heute rund 50% geschätzt. (Quelle: GreenAdz) Auch ohne AdBlocker stand die Online-Banner-Werbung in der Krise. Die anfängliche Euphorie zu den Versprechen der Abbildung einer lückenlosen Costumer-Journey liefert einen Bauchklatscher á la Bonheur. Nicht nur die spät aufgetauchte Frage nach der Visibility („Bin ich Above the Fold?“, „Sitzt da gerade wirklich jemand vor dem Bildschirm?“) - Nein, viele Tracking-Versprechen bleiben bisher dato unbefriedigt. Der aktuell sich abbildende Trend zur AdBlocker-Nutzung katapultiert diese Thematik in bisher unerreichte Sphären. Erreicht man überhaupt noch jemanden mit Online-Kampagnen?

 

Ich glaube schon. Denn ich setze nicht auf alte Esel. Das Sieger-Pferd beim Rennen gegen die AdBlocker heißt Influencer Marketing.

Adblocker-Nutzer beweisen eine nennenswert hohe Klickbereitschaft. Dies kann als Indiz dafür gesehen werden, dass gute Chancen vorhanden sind, User auf die gewünschte Weise zu erreichen – mit kreativen Beiträgen, die sowohl für die Zielgruppen relevant, als auch granular verbreitet sind. Influencer Marketing bedient diese Komponenten und schöpft somit das formulierte Wirkpotenzial im Kontrast zu den herkömmlichen Werbestrategie effizient und einfach aus. (Quelle: GreenAdz)

Probleme lassen sich nicht mit der Denkweise lösen, mit der sie sich ergeben haben.  (Albert Einstein)

Es besteht keine Krise im Markt. Sie findet in den Köpfen statt. Genau deshalb satteln wir das Pferd neu:

Influencer Marketing ist kein Prozess. Es geht um Personen, Persönlichkeit, Individualität. Damit wird etwas zusammengeführt, was heute mehr den je gedacht werden muss, Menschen reagieren auf Menschen- also eben nicht System/Mensch oder Technologie/Mensch. Rezipienten fühlen sich mit den Influencern verbunden. Sie sorgen für Anschluss und halten diesen. Ich hatte noch nie eine Beziehung zu einem Billboard, aber meiner Influencerin mit Kochchannel vertraue ich ohne Einschränkung. Die Bereitwilligkeit, Verantwortung an jemanden abzugeben, der sich quasi seinen eigenen TV-Sender erschaffen hat, wöchentlich hohe Reichweiten erzeugt und dies vollkommen autark auf die Beine stellt, fällt mir nicht schwer. Und gerade deshalb macht es auch Spaß.

Jede Kampagne beginnt mit dem Kennenlernen einer erfolgreichen Person, eines freien Gestaltungsprozesses und dem Bewusst-Werden von aktuellen Themen und Trends, die die YouTube-User (69 Mio.) täglich bis wöchentlich nutzen.

Zur Rundung hilft mir immer wieder folgender Test: Apple vs. Samsung, Mercedes vs. BMW, O2 vs. Vodafone - Der Entscheidungsprozess zur „richtigen“ Marke formt sich nicht rational. Die Argumente sind alle gleich gut, gleich schlecht. Mir gelingt einfach keine zufriedenstellend faktische Argumentation. Denn es geht um persönliche Identifikation. BuzzBird arbeitet mit Personen, mit denen sich der Rezipient von heute identifiziert. Sie sind wichtig, ebenso wie ihre Meinungen. BuzzBird kennt die Influencer und gestaltet den Prozess einfach, konkret und macht ihn abbildbar.